Hier mein VICTOR SIRIUS I von 1983:

    Ein für seine Zeit sehr leistungsfähiger 16-bit PC mit 8088 CPU, zwei 5 1/4 " Laufwerken (Kapazität je 560 kB), 80x25 oder 132 x 50 Zeichen - Monochrom-Monitor, Grafik (800x400), bis etwa 800 kB RAM sowie Standard Schnittstellen (2xRS232, 1x Centronics). Es gab optional eine 10 MB - Festplatte.

Das Interessanteste an diesem Rechner ist für mich aber die Möglichkeit, wahlweise CP/M-86 oder MS-DOS als Betriebssystem zu verwenden, hier dokumentiert sich der Übergang von CP/M zu DOS in jener Zeit.

Mit der Software (z.B. dBASE als Datenbank und Multiplan als Tabellenkalkulation) konnte man schon allerhand anfangen, und da es glücklicherweise noch kein WINDOWS gab, reichte selbst ein Gerät ohne Festplatte und mit der Rechenleistung von 4 MHz für alle wesentlichen Anwendungen aus. Nur der umständliche MS-BASIC - Zeileneditor bringt einen schon mal zur Verzweiflung.

Mein Gerät ist leider nur mit 128 kB RAM ausgerüstet, so das ich graphische Funktionen nicht nutzen kann, die Programme hierfür sind zu umfangreich. Aber der programmierbare Zeichensatz bewirkt, geschickt eingesetzt, auch schon eine ganz annehmbare Grafik, wie das nebenstehende Bild beweist.
Der Victor Sirius hatte schon damals Funktionen zur Steuerung von Sound und Grafikdarstellung über die Tastatur. Der IBM PC war erst zehn Jahre später in der Lage, solche Funktionalität zu bieten. Ein eingebauter Soundchip konnte sogar englischspracheige Texte in guter Qualität auf dem Lautsprecher des Rechners ausgeben. Wie gesagt: 1983!

Warum sich dieser PC gegenüber dem ebenfalls in dieser Zeit herausgebrachten IBM-PC, der später Grundlage aller heutigen IBM kompatiblen WINDOWS-Rechner wurde, trotz haushoher Überlegenheit nicht durchsetzen konnte, ist vielen ein Rätsel...